KunstflussBlock

18. Juli 2020

Man muss dem Leben immer um mindestens

einen Whisky voraus sein.

Humphrey Bogart

17. Juli 2020

 

10. Juli 2020

Erlebnis mit meinem Handy

Telefonat nach Neuseeland | Handy zu Handy | Entfernung 18.017 km | super Empfang | steht er nebenan?

nur 5 Tage später | Telefonat am Strand von Ostrügen | Entfernung 0,1 km | kein Empfang | haallooooo

 

07. Juli 2020

wenn schon Maske, dann aber richtig

04. Juli 2020

Kein Schnee im Blick

ich strecke mich nicht zum Schnee von gestern … diese innerbetrieblichen Duelle verkürzen nur das Leben … lieber nehme ich mein Fenster und stelle es an den Strand

mit Meeresblick

02. Juli 2020

Die weißen Nächte von Trapiri

Wieder einmal stritten sie sich…wieder auf die gewohnt ätzende Weise…seit Wochen fand eine Veränderung in ihrer Beziehung statt…erst fiel es ihnen gar nicht auf…bis heute…Mika stand mit ausdrucksvollem Gesicht vor ihm und schrie nur noch…er wollte aber nicht mehr…zu viel war in der letzten Zeit passiert…Tyklas lies sie einfach stehen und ging in sein Zimmer, seinem Zufluchtsort in diesem Haus…sie respektierte das…noch…sein Verhalten machte sie aber noch wütender und sie schmiss eine Vase, die sofort zersplitterte, an seine Tür…ab da war Ruhe…kein Laut drang mehr in sein Zimmer, so dass er über die Situation nachdenken konnte…was war bloß mit ihnen passiert?…seine Blicke streiften durch den Raum und blieben an einem Fetzen weißem Papier an seinem Schrank hängen…er nahm es von der Seitenwand und drehte es…Fragmente eines Zeitungsartikels, der Rest war abgerissen…Die weißen Nächte von Trapiri las er und …in Trapiri gibt es keinen Streit mehr… noch irgendetwas mit Vollmond…heute war Vollmond…sollten sie nach Trapiri fahren?..

warum nicht…Mika ließ sich zwar schwer überreden, aber letztendlich fuhren sie in den Süden des Landes…mit Beginn der Dämmerung erreichten sie Trapiri…ein kleiner Ort fern jeder Hauptstraße…am Berg gelegen…ohne sich zu berühren gingen sie durch den Ort…es war seltsam still…auffallend war, dass die meisten Häuser offene Türen hatten…auch wurden keine Lampen entzündet…nur vereinzelt sahen sie Menschen auf den Straßen…aber als es immer dunkler wurde, tat sich etwas an den Häusern …überall wurden weiße Bettlaken aus den Fenstern gehangen…sogar über die Straße gezogen…wie Wäsche zum Trocknen…Mika fragte ein kleines Kind, was das zu bedeuten hatte…aber es murmelte nur…es klang wie ‚noch warten’ …warten?…worauf?…was passierte hier?…als der Vollmond auf den Berg schien, verstanden sie es…der ganze Ort reflektierte sein Licht und aus allen Häusern kamen die Menschen und gingen leise redend…auch gestikulierend… durch die Straßen…über die Plätze…saßen am Brunnen…auf Schaukeln…auf der Kirchmauer…Mika und Tyklas gingen auf eine Bank zu, auf der ein Mann alleine saß…wieder fragten sie, was das alles bedeutete…der Mann schaute sie etwas mitleidvoll an, aber gab ihnen die Erklärung…es handelt sich um einen Brauch, der seit Mai 1969 jedes Jahr stattfand…damals war ein seltsames Paar zu Gast in ihrem Ort…beide langhaarig, sie eine Asiatin…diese beiden setzten sich für den Frieden auf der Welt ein und schufen diesen Brauch, der bei Vollmond den Ort erstrahlen lässt und dass alle Bewohner im Freien sich ihre Sorgen und Ängste mitteilen können…

12. Juni 2020

 

 

..gestrandetes Fundtier..

 

09. Juni 2020

 

..nachdenkliche Glücksgefühle..

(mit Raumschiff)

 

05. Mai 2020

 

..ich gehe jetzt mal zur Sparkasse..

 

22. April 2020

 

Begegnung am Meer

Endlich. Das Meer. Nach einer 6-stündigen Autofahrt kümmerte Tom die Tatsache, dass er noch keine Unterkunft hatte, reichlich wenig. Auf dem steinigen Weg Richtung Steilküste hörte er es schon und nur noch wenige Meter trennten ihn vom visuellen Kontakt. Der überwältigte.
Er war auf dem höchsten Punkt der Steilküste angekommen und unter ihm dümpelte die Ostsee mit dem immer wiederkehrenden Geräusch der aufschlagenden Wellen.
Angenehme Suchtgefahr. Er suchte sich einen Weg nach unten zum Strand und hielt sein Gesicht in den scharfen Wind bis ihm die Tränen kamen. Was für eine geile Luft. Salzhaltig.

Langsam ging er den Strand entlang, ließ sich von Möwen und Schwalben begleiten. Die paar Menschen am Strand nahm er zuerst gar nicht wahr. Dicke Holzpfosten täuschten
Wellenbrecher vor. Eines Tages werden sie nicht mehr zu sehen sein. Und er benutzte sie für seine Gedanken, legte Steine auf sie, fotografierte, veränderte die Position, fotografiert wieder und ließ sich treiben. Er war hier, die Sehnsucht verflogen. Doch sie lauerte auf ihn. Er spürte ihre unsichtbare Gegenwart. Egal. Jetzt jedenfalls. In einiger Entfernung lag ein alter Bunker aus dem letzten Krieg im Wasser. Krieg. Was wissen wir von ihm? Von den toten Verrückten. Wer ist in diesem Bunker, der einmal hoch oben auf der Steilküste stand, gestorben, wer hat überlebt? Das Meer hat ihn runtergeholt, wird ihn eines Tages woanders hin spülen. Die Naturkräfte lassen sich nicht besiegen. Wer gegen sie kämpft, hat den Kampf schon verloren. Sie verändern ihre Form, ihre Berechenbarkeit, ihre Intensität.

Die Menschen, die Tom hier am Strand sah, bückten sich fortwährend, suchend, hoben etwas auf um es kurz zu betrachten, um es einzustecken oder fallen zu lassen. Er blickte den Strand entlang und nahm in einiger Entfernung einen nackten Mann wahr, der sich ebenso wie die  anderen sich permanent bückte. Magisch wurde er von dieser Gestalt angezogen. War es die Erotik der Nacktheit, als einziger am Strand. Oder die Bewegung, wie er sich bückte, leicht, ohne Hast. Tom ging langsam in seine Richtung, am Bunker vorbei, über ihm die Höhlen der Schwalben im oberen Drittel des Steilhangs. Mittlerweile hatte sich der Nackte ein Hemd übergezogen, lose, ohne es zu schließen. Er war blond, Mitte Dreißig, blaue Augen, er sah eben so aus, dass, wenn man ihn beschrieb, keiner einem glaubte. „Was suchen die Menschen hier am Strand eigentlich?“, fragte Tom ihn, als er ihn erreicht hatte. Der Fremde schaute ihm mit offenem Blick in die Augen und antwortete: „die Glückseligkeit.“

08. März 2020

 

06. März 2020

 

 

Ruhestörung

 

24. Februar 2020

 

How to be an Artist – by SARK

 

Lasse dich fallen.

Lerne, Schnecken zu beobachten

Pflanze unmögliche Gärten.

Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein.

Mache kleine Zeichen, die “ja” sagen und verteile sie überall in deinem Haus.

Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.

Freue dich auf Träume.

Weine bei Kinofilmen.

Schaukle, so hoch du kannst mit einer Schaukel bei Mondlicht.

Pflege verschiedene Stimmungen.

Verweigere dich, “verantwortlich” zu sein. Tue es aus Liebe.

Mache eine Menge Nickerchen.

Gib weiter Geld aus.

Mache es jetzt.

Das Geld wird folgen.

Glaube an Zauberei.

Lache eine Menge.

Bade im Mondlicht.

Träume wilde, phantastische Träume.

Zeichne auf die Wände.

Lies jeden Tag.

Stell dir vor, du wärst verzaubert.

Kichere mit Kindern.

Höre alten Leuten zu.

Öffne dich.

Tauche ein.

Sei frei.

Preise dich selbst.

Lass die Angst fallen.

Spiele mit allem.

Unterhalte das Kind in dir.

Du bist unschuldig.

Baue eine Burg aus Decken.

Werde nass.

Umarme Bäume.

Schreibe Liebesbriefe.…

Tanze so viel wie möglich!

 

20. Februar 2020

 

am 11.08.2009 schrieb mir Boris M.

LiebeRRRRRRRR:

solltest Du’s mal mit kriminalem proben, hier die passenden Zitate:

Es war eine Blondine. Eine Blondine, wegen der ein Bischof ein Loch ins Kirchenfenster getreten hätte.

Sie hatte ein gusseisernes Lächeln und Augen, die einem das Geld in der Hosentasche zählen konnten.

Keine Falle ist so tödlich wie die, die man sich selber stellt.

Ich brauchte einen Drink, ich brauchte eine hohe Lebensversicherung, ich brauchte Urlaub, ich brauchte ein Häuschen auf dem Land.

Was ich hatte, war eine Jacke, ein Hut und eine Pistole.

Raymond Chandler

 

meine Antwort:

Kriminale Gedanken

Es gibt Menschen

die glauben

dass es manchmal gar nicht schaden kann

Kirchenfenster einzutreten

je bunter desto besser

die tun das dann aber von draußen

vielleicht sogar eine Blondine

die einfach nur blond ist

ansonsten militante Atheistin

weil sie ewig diese Bischofsaugen sah

vor ihr, neben ihr mit Feindberührung, hinter ihr

außen Bischof, innen Schwein

es blieb nicht beim Fenster

eines Tages lag das Bischofschwein

leblos

auf der schon abgezählten Kollekte

das Schwein hatten sie unter den Teppich gekehrt

der Bischof wurde beerdigt

in Ehren

natürlich

und

die Fenster blieben heil

 

19. Februar 2020

 

Wie kenne ich diese Tage

Wie einst Sally Bowles

unter dem S-Bahn-Bogen

möchte sie

schreien

gegen den Winterblues

schreien

gegen den Frost

schreien

gegen die Gleichgültigkeit

der heruntergezogenen Mundwinkel

voll gewünschter Rollenwechsel

die Szenerie der demografischen Unterschiede

erlaubt keine zielorientierten Veränderungen